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Sonntag, 28. November 2021

Meldung vom: Freitag, 26. Oktober 2012 um 22:47 Uhr | Kategorie: Wirtschaft | Autor:  Sebastian Großert

Bauarbeiten: Bahnstrecke Weimar-Jena vier Tage gesperrt

Bahnfahrer zwischen Weimar und Jena müssen vier Tage lang einen Umweg in Kauf nehmen oder Bus fahren: Wegen Bauarbeiten ist die direkte Strecke von Weimar nach Jena 96 Stunden lang gesperrt.

Wie die Bahn am Freitag zur Begründung mitteilte, werden in diesem Zeitraum drei Brücken über Feldwege in Taubach und einen Wirtschaftsweg in Mellingen in Betrieb genommen, die im Zuge des Ausbaus der Strecke zwischen Weimar und Großschwabhausen auf zwei Gleise seit Dezember 2011 erweitert worden sind. Von Montag, 29. Oktober, 10.00 Uhr, bis Freitag, 2. November, 10.00 Uhr, fährt deswegen zwischen Weimar und Großschwabhausen kein Zug.

Wer in dieser Zeit von Weimar nach Jena will, hat die Wahl: Entweder nimmt er den Regionalexpress der Deutschen Bahn AG (RE 1 Göttingen - Zwickau oder RE 3 Erfurt - Gera), der in dieser Zeit über Großheringen im Nordost-Zipfel des Weimarer Landes umgeleitet wird. Diese Züge halten nicht in Jena West, sondern in Jena-Paradies, und fahren auf dem Geraer Hauptbahnhof früher ab und kommen später an, weil die Strecke länger ist. Die Alternative sind Busse, die die Züge der Erfurter-BahnLinie EB 21 Erfurt–Weimar–Gera zwischen Weimar und Großschwabhausen.

Wer in dieser Zeit zwischen Weimar und Jena unterwegs sein will, informiert sich am besten über die Internet-Reiseauskunft der Bahn über die geänderten Fahrpläne - entweder via bahn.de oder via App auf dem Smartphone oder Tablet. Die App "DB Navigator" ist für iOsS (iPhone, iPad und iPod touch), Android und Windows 7 verfügbar.

Die Mitte-Deutschland-Verbindung wird zweigleisig ausgebaut - vor allem deswegen, weil nach Inbetriebnahme der ICE-Neubaustrecke Leipzig/Halle-Erfurt 2015 Weimar und Erfurt-Nürnberg 2017 Jena vom Fernverkehrsnetz so gut wie abgekoppelt werden dürften und sich fernreisewillige Fahrgäste dort zunächst in Regionalzüge begeben müssen, die sie nach Erfurt bringen. Offen ist, ob das bisher oberleitungsfreie Teilstück zwischen Weimar und Gößnitz elektrifiziert wird. Dies bisher eingesetzten Dieseltriebwagen sind regelmäßig überlastet; fällt ein Glied eines Triebzuges aus, sind die verbliebenen Wagen hoffnungslos überfüllt.


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