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Dienstag, 25. Januar 2022

Meldung vom: Dienstag, 15. Januar 2013 um 15:04 Uhr | Kategorie: Alltag | Autor:  Sebastian Großert

Wasser richtet 60.000 Euro Schaden in Uni-Bibliothek an

Die Bauhaus-Universität hat den Wasserschaden in der Uni-Bibliothek im Dezember bilanziert: Die Regulierung kostet 60.000 Euro, 130 Bücher wurden zerstört.

Wie die Bauhaus-Universität am Dienstag in einer Pressemitteilung berichtete, war es am Vormittag des 15. Dezember zu einem unkontrollierten Wasseraustritt an der Hochdruck-Wassernebel-Löschanlage gekommen. Das Wasser habe 4000 Bücher beschädigt, von denen reichlich die Hälfte vor Ort getrocknet werden konnten. 1500 Bände, die stark durchfeuchtet wurden, in Kältekammern des Museums für Ur- und Frühgeschichte gebracht. Die 60.000 Euro werden für die Gefriertrocknung und Restaurierung oder die Wiederbeschaffung zerstörter Bücher fällig. Nach der Ursache für den Wasseraustritt sucht die Universität gemeinsam mit dem Landesamt für Bau und Verkehr.

Die Universität hatte am Tag des Schadens den sogenannten Weimarer Notfallverbund aktiviert. Dieser Verbund war von Weimarer Kultureinrichtungen 2003 unter dem Eindruck des Jahrhunderthochwassers in Dresden gegründet worden, um sich im Notfall gegenseitig zu unterstützen. Die Universitätsbibliothek hob hervor, ohne die Unterstützung durch den Verbund und den Einsatz der eigenen Mitarbeiter wäre die Rettung der durchnässten Bücher nicht möglich gewesen. Bis in die Nacht zum 16. Dezember hinein seien Bücher geborgen worden, um Folgeschäden wie Schimmelbefall zu verhindern.

Unter den beschädigten Büchern sind nach Angaben der Universität Bestände aus den Jahren 1945 bis 1965, die als sehr wertvoll einzustufen seien. Von diesen Publikationen lasse sich die Bestandsgeschichte der Bibliothek und ihre Zusammenarbeit mit ausländischen Bibliotheken seit Kriegsende ableiten. Zudem handele es sich um gesellschaftswissenschaftliche und hochschulpolitische DDR-Literatur, die für Wissenschaftler aus aller Welt relevant sei.


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