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Sonntag, 28. November 2021

Meldung vom: Dienstag, 23. April 2013 um 22:49 Uhr | Kategorie: Wirtschaft | Autor:  Sebastian Großert

Land verspricht sechs Intercitys für Weimar täglich nach 2016

In der Diskussion um den Fernverkehrshalt Weimar nach 2015 hat Thüringen Weimar minimale Zugeständnisse gemacht: Ein Teil der ICs Richtung Ruhrgebiet bleibt erhalten.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung verkündeten das Thüringer Verkehrsministerium und die Bahn am Dienstag, dass auf der so genannten Mitte-Deutschland-Verbindung ab 2016 täglich sechs Intercity-Doppelstockzüge verkehren sollen. Diese Verbindung reicht vom Ruhrgebiet über Kassel und Eisenach bis nach Weimar und soll - wenn das zweite Gleis bis Jena fertig ist - bis Jena und Gera verlängert werden. Zwischen Gotha und Gera sollen die IC-Züge dabei auch mit Nahverkehrstickets benutzt werden können, um die viel gefragten Regionalzüge zu entlasten. Heute verkehren diese Züge ab Weimar über Halle oder Leipzig nach Berlin oder darüber hinaus bis an die Ostsee.

Damit haben Bahn und Land einen Teil der Frage beantwortet, ob in Weimar nach 2015 noch Fernverkehrszüge halten. In diesem Jahr geht die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Erfurt und Leipzig/Halle in Betrieb; Weimar wird dann vom Fernverkehr weitgehend abgehängt. Das Bündnis "Nächster Halt Weimar" und die Eisenbahnergewerkschaft hatten jedoch auch für die Verbindung nach Leipzig/Dresden und Frankfurt gefordert, dass zumindest ein Teil dieser Züge weiter über Weimar verkehrt. Eine Aussage dazu sind Land und Bahn bis heute schuldig geblieben.


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