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Sonntag, 28. November 2021

Meldung vom: Dienstag, 29. Oktober 2013 um 21:25 Uhr | Kategorie: Alltag | Autor:  Sebastian Großert

Aus dem Gelben Container wird die Gelbe Tonne am Haus

Die Zeiten der "Gelben" Container auf öffentlichen Wertstoffsammelplätzen gehen in Weimar dem Ende entgegen: Ab Januar stehen die Sammelbehälter für Leichtverpackungen am Haus.

Weimars Haushalte müssen ihre Leichtverpackungen und Konservendosen nur noch wenige Wochen zu den öffentlichen Sammelplätzen bringen: Die Stadtverwaltung hat die Umstellung zum "Holsystem" zum 1. Januar 2014 bekanntgegeben. Damit verschwinden die bisherigen 1.100-Liter-Container von den Sammelplätzen und werden durch Sammelbehälter auf den Grundstücken der Häuser in Weimar ersetzt. Je nach Hausgröße gibt es 80-Liter-Tonnen bis hinauf zu den bekannten Vierrad-Containern, die freilich den Plattenbausiedlungen vorbehalten bleiben.

Nach Angaben der Stadt wurden alle Grundstückseigentümer angeschrieben und bekamen ein Bestellformular für "Gelbe Tonnen". Um die passende Größe zu berechnen, wird die Faustformel "15 Liter pro Person und Woche" angewandt. Geleert werden die Gelben Tonnen alle zwei Wochen am selben Tag wie Papier, Restmüll und Biotonne. Wer wegen Platzmangel keine Gelbe Tonne aufstellen kann, muss eine Ausnahmegenehmigung beantragen - zusammen mit dem Bestellformular für die "Gelbe Tonne". Die Stadt prüft, ob dem Betroffenen der "Gelbe Sack" zugestanden wird.

Damit können auf den öffentlichen Sammelplätzen ab 2014 nur noch Altglas und Textilien abgeliefert werden. Begründet wird die Entscheidung zur Gelben Tonne von der Stadt damit, dass eine "hochwertige Verwertung mit der Sammlung an den öffentlichen Wertstoffsammelplätzen nicht mehr gewährleistet" sei. Eine freundliche Umschreibung dafür, was an den Sammelplätzen regelmäßig zu beobachten ist: Manche Mitbürger halten alte Teppiche oder Badschränke aus Plastik für "Leichtverpackungen". Wie es bequem und legal funktioniert, erklärt die Stadtwirtschaft auf ihrer Internetseite.


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