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Montag, 09. Dezember 2019

Meldung vom: Samstag, 19. April 2014 um 08:58 Uhr | Kategorie: Stadtpolitik | Autor:  Sebastian Großert

Bedrohte Kita "Am Goethepark" beklagt Ungereimtheiten

In der zurückliegenden Stadtratssitzung hat die Rathausspitze versichert, bisher alles getan zu haben für den Erhalt der Kita "Am Goethepark". Jetzt melden sich die Betroffenen zu Wort.

Eltern und Erzieher der Kita "Am Goethepark" an der Ackerwand haben die angeblichen Bemühungen der Stadt zur Rettung der bedrohten Einrichtung massiv angezweifelt. Die Freifläche der Kita befindet sich im Oppelschen Garten, der zum  Jahreswechsel verkauft worden ist. Der neue Besitzer hat den Pachtvertrag gekündigt. Ohne Freifläche darf eine Kita nicht betrieben werden.

In einem Schreiben vom Freitag widersprechen die Betroffenen zunächst der Aussage von Oberbürgermeister Stefan Wolf, wonach es für die Stadt kein Vorkaufsrecht für den Oppelschen Garten gegeben hat. "Hierzu ist uns aus dem vorliegenden Pachtvertrag mit Herrn Burhenne [dem Altbesitzer des Geländes, d. Red] bekannt, dass es ein Vorkaufsrecht gab." Wolf hatte im Stadtrat behauptet, der Kindergarten sei nicht in den sanierungsrechtlichen Zielen im Sanierungsgebiet aufgeführt. Deswegen habe die Stadt auch kein Vorkaufsrecht für das Gelände, für das sie bisher pro Jahr 175.000 Euro Pacht entrichtet habe.

Diesen Widerspruch bauen die Betroffenen in ihrem Schreiben noch aus: Sie geben an, Finanzbürgermeister Peter Kleine habe ihnen gegenüber eine andere Aussage getroffen. Die Stadt hätte auf das Vorkaufsrecht verzichtet, weil ihr der Kaufpreis zu hoch gewesen sei.

Außerdem gehen die Eltern und Erzieher in ihrem Brief auf die angeblichen Verhandlungen mit der Klassik-Stiftung über eine alternative Nutzung des Spielplatzes im Goethepark nur wenige Meter von der Kita entfernt ein.Die Eltern fragen, warum der Oberbürgermeister dann "seit mehreren Jahren auf verschiedensten Wegen" die Bitten um einen Fußgängerüberweg für die Kinder über die Ackerwand negiere.


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