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Montag, 27. Mai 2019

Meldung vom: Donnerstag, 23. Oktober 2014 um 21:34 Uhr | Kategorie: Wirtschaft | Autor:  Sebastian Großert

Neuer Anbieter für DSL in Weimar ab 2015

Auf dem Markt für DSL-Anschlüsse in Weimar tut sich etwas: Die Thüringer Netkom bietet in der Stadt und den Ortsteilen zusammen mit den Stadtwerken von 2015 an schnelle Datenleitungen an.

Wie die Thüringer Netkom am Donnerstag zusammen mit Stadt und Stadtwerken bekanntgab, steigt sie in Weimar erstmals in Thüringen ins Endkundengeschäft mit DSL-Anschlüssen ein. Möglich mache dies eine Kooperation mit den Stadtwerken: Das städtische Unternehmen stelle sein Glasfasernetz von derzeit 80 Kilometer Länge gegen Gebühr zur Verfügung und baue dieses Netz für 1,3 Millionen Euro um 30 Kilometer aus.

Netkom wiederum errichtet in Weimar und den Ortsteilen 153 Kabelverzweigerkästen. Diese auch DSLAM genannten Schaltkästen sind unabdingbar, um der Kundschaft schnelles Internet und Telefonie via DSL anbieten zu können. Die letzten Meter zwischen den Kabelverzweigern und den Haushalten, Büros und Firmen mietet die Netkom vom Marktführer Deutsche Telekom AG. Das Glasfasernetz der Stadtwerke wird wiederum mit dem der Netkom verbunden; es wurde einst parallel zu den Strom- und Gasleitungen der Muttergesellschaft Thüringer Energie AG errichtet. Bisher hat die Netkom ihr Netz zwar an hunderte Thüringer Gemeinden angebunden, das Endkundengeschäft aber Providern wie Encoline überlassen.

Rund 30.000 Kunden will die Netkom auf diese Weise in Weimar schnelle Datenleitungen mit einer Bandbreite zwischen 25 und 100 MBit pro Sekunde anbieten. Die Telekom als DSL-Marktführer bietet in Weimar nur vereinzelt 25 MBit pro Sekunde an, meist ist bei 16 MBit Schluss. Vor allem in den Ortsteilen liegen die Bandbreiten oftmals weit darunter.

Nachtrag 1. November 2014: Netkom will auch zusätzlich zu DSL und Telefonie Fernsehen via DSL anbieten - so genanntes IPTV. Pressesprecher Martin Schreiber teilte mit, dass Netkom "im Laufe des nächsten Jahres auf jeden Fall auch IPTV anbieten" wolle. Derzeit verhandele das Unternehmen mit mehreren Anbietern von Fernsehsignalen.


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