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Donnerstag, 18. Juli 2019

Meldung vom: Dienstag, 14. April 2015 um 21:11 Uhr | Kategorie: Alltag | Autor:  Sebastian Großert

Mord und Totschlag in Weimar 2014 nur im "Tatort"

Im 2014-er Weimar-"Tatort" "Der irre Iwan" müssen die Kommissare Dorn und Lessing einen Mord an einer Sekretärin aufklären. In Wirklichkeit blieb die Stadt 2014 von Mord und Totschlag verschont.

Die Weimarer Polizei stellte am Dienstag die Kriminalitätsstatistik für die Stadt und den südlichen Teil des Kreises Weimarer Land vor. Lutz Schreiber, der kommissarische Leiter des Dezernats "Leben und Gesundheit", erläuterte, dass es im Jahr 2014 in diesem Gebiet kein Tötungsdelikt gegeben hat. Zwar stehe ein Totschlag in der Statistik, der sich aber bereits 2013 ereignet habe: In Weimar-West sei ein Mann gestorben, nachdem er bei einem Streit misshandelt worden sei. Die Ermittlungen seien im vergangenen Jahr abgeschlossen worden.

Insgesamt verzeichneten Weimars Polizei- und Kriminalbeamte 1.854 Straftaten. 1.229 davon wurden aufgeklärt, was einer Quote von 66 Prozent entspricht. Thüringenweit liegt die Quote bei knapp 64 Prozent. Bemerkenswert hoch ist die Aufklärungsquote in Weimar bei Delikten mit illegalen Drogen - sie liegt bei über 90 Prozent. Dabei sind Haschisch und Marihuana die Nummer 1, gefolgt von der synthetischen Drogen Crystal. Freilich: Eingang in die Statistik finden nur ertappte Drogenkonsumenten und -händler.

Der Anteil der Tatverdächtigen, die keine deutsche Staatsangehörigkeit haben, hat sich in Weimar und Umland 2014 von 5,3 auf 9,5 Prozent fast verdoppelt. Kripo-Chefin Kerstin Schirmer sieht darin aber keinen Trend - solche statistischen "Ausreißer" kämen vor. Grund für den Anstieg seien unter anderen Einkäufe von Tatverdächtigen aus Serbien gewesen, die 2014 in Elektronikmärkten in Stadt und Umland mit gültigen, aber nicht gedeckten EC-Karten reihenweise teure Fernseher erstanden hätten.


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